traumatische Geburt
Geburt läuft nicht immer so, wie wir es uns in unseren friedlichen Träumen vorstellen. Eine Geburt kann traumatisch sein, für die Mutter, für den Vater, für das Kind und auch für die Hebamme oder geburtsbegleitende Menschen.
Was als traumatisch wahrgenommen wird, ist dabei ganz verschieden. Manchmal werden wirklich schwierige Geburtsverläufe als vielleicht schwierig, aber total stimmig wahrgenommen und manchmal werden Geburtsverläufe oder Geschehnisse unter der Geburt als traumatisch wahrgenommen, die auf die Schnelle von außen betrachtet, gar nicht so schlimm aussehen.
Entscheidend scheint zu sein, ob nach der Geburt die Glückshormone "einschießen" oder eben nicht.
Wenn sie es nicht tun, dann sind Aspekte der Geburt offen geblieben oder es haben Geschehnisse stattgefunden, die den Verlauf so irritiert haben, dass die Geburt aus ihrer Wirklichkeit geraten ist und sich nicht realisieren konnte.
Im Coaching können wir gemeinsam schauen, was die Geburt irritiert hat und wie es dazu kam. Irritationen können aus dem Geburtsgeschehen heraus entstehen oder ihren Ursprung auch wo ganz anders haben, in der Geburt der Eltern beispielsweise oder in einem vorangegangenen Kaiserschnitt...
Das Verstehen, warum etwas passiert ist und wie es vermeidbar gewesen wäre, ist in den meisten Fällen eine unglaubliche Erleichterung für die Frauen und Familien. In fast allen Fällen liegt die Ursache nicht in mangelnder Gebärkompetenz!
Gemeinsam können wir die gedachten Räume erarbeiten, erfühlen und in die Präsenz holen und so aus dem illusionären Film aussteigen...
Es lohnt sich, dass Gefühl zu haben, gebären zu können! Für uns als Frauen und auch für unsere Kinder und Familien. Sehr viele Coachings habe ich bereits mit Frauen erlebt, die durch Interventionen aus dem Flow ihrer Geburt geraten waren und sie haben dadurch nicht das erlebt, was Geburt eigentlich ist! "Dann fühlt sich Geburt also vielleicht nicht so an, wie ich es erlebt habe?" hat letztens eine Frau gefragt. Und genau so ist es. Eine Geburt, die überfordernd war, ist nicht frei geflossen!
Was passiert ist, ist passiert? Das stimmt schon... Aber für unser eigenes Leben, für das Leben mit dem Kind, dass wir geboren haben, für eine freie lebendige Sexualität brauchen wir es, einmal hinzuschauen und uns unsere Kompetenz zurückzuholen und zu erschließen.
Oft ist es genau anders herum: viele traumatische Geburten zeugen von einer unglaublichen Gebärkompetenz! Und wären die Umstände anders gewesen, ein anderes Setting, eine andere Hebamme, ein anderer Geburtsort, dann wäre das Kind ganz frei geboren worden... Es gibt oft Umstände in der Geburtshilfe, wer da halbwegs natürlich gebären kann ist definitiv eine Heldin!
Um uns gut in die Geburt fallen lassen zu können, brauchen wir Ruhe, Entspanntheit, einen gut grinsenden Parasympathikus, Geborgenheit, liebevolle Zuwendung durch unsere Männer und vielleicht ein bisschen gedämmtes Licht. Wir brauchen Massage, wenn wir das mögen, gute gewohnte Düfte, Wärme, Stille und Liebe. Alles andere stört und weckt den Sympathikus, der und gegen unser Oxytozin spielt...
Gern schau dir noch die anderen Seiten über Geburt an und stöbere ein bisschen in meinem Blog, um herauszufinden, ob wir zusammenpassen. Und wenn du dann magst, ruf mich an oder schreib mir über mein Kontaktformular, dass wir uns persönlich kennenlernen können.
Ich bin keine Ärztin und keine Hebamme. Ein Coaching bei mir ersetzt keine medizinische Behandlung!